Burn Out Syndrom

Symptomatik

Leidensdruck durch
• Sinnverlust bezogen auf das berufliche Engagement
• Fehlende Anerkennung und Unterstützung
• Leistungsabfall
• Überforderung
• Erschöpfung
• Krankheitsanfälligkeit

Typische Befürchtungen und Gedanken
Phase 1
• Ich muss höchsten Einsatz zeigen
• Ich will meiner hohen Verantwortung gerecht werden
• Mein Beruf ist mein Leben.
Phase 2
• Das ist ein Kampf gegen Windmühlenflügel
• Meine Vorgesetzten geben mir keinerlei Unterstützung
• Ich habe keine Kraft mehr, meinen Vorsätzen zu genügen
• Meine Schüler/ Klienten/ Kunden/Familie sabotieren meine Anstrengungen.
Phase 3
• Ich fühle mich ausgebrannt.
• Ich kann die anderen nicht mehr sehen.
• Der Aufwand lohnt sich nicht.
• Ich sehe keinen Sinn mehr in meinem Leben.
• Ich fühle mich dem nicht mehr gewachsen. Mir ist alles egal.

Vorherrschende Gefühle
• Frustration
• Hilflosigkeit
• Wut
• Misstrauen
• Verzweiflung
• Gleichgültigkeit
• Apathie

Typische Körpersymptome
• Tägliche Erschöpfung und Müdigkeit
• Häufige Erkältungen und Grippesymptome
• Magen-Darmbeschwerden
• Kopfschmerzen
• Herzrasen
• Schlafstörungen

Typische Verhaltensweisen
• Widerstand zur Arbeit zu gehen
• Verschieben von Kontakten zu Klienten und Arbeitskollegen
• Zynische oder herablassende Verhaltensweisen gegenüber Klienten
• Dienst nach Vorschrift
• Substanzmissbrauch
• Kündigung

Therapieansätze

Bei der Behandlung bzw. der Prävention von Burnout geht es in erster Linie darum, Warnsignale, konkrete Belastungen herauszufinden und individuelle Lösungs- und Vorbeugungsmöglichkeiten zu entwickeln. Eine Psychotherapie erfolgt nur dann, wenn der Prozess des Ausbrennens zum Auftreten einer psychischen Störung geführt hat. Die Therapieansätze in solchen Fällen werden unter den jeweiligen Störungsbildern beschrieben:
Depression
Angststörungen
Somatoforme Störungen
Schlafstörungen

Ziele

• Erarbeitung eines plausiblen Erklärungsmodells für die Entstehung und Aufrechterhaltung des Ausgebranntseins unter Einbeziehung der Stressoren in den institutionellen Rahmenbedingungen, der Beziehungs- und Alltagsgestaltung sowie in der persönlichen Entwicklung.
• Sensibilisierung bezüglich Stress am Arbeitsplatz und im PrivatlebenVerbesserung des aktiven Umgangs mit alltäglichen Belastungen und Konflikten
• Förderung des körperlichen WohlbefindensAktivierung von RessourcenVerbesserung der Leistungsfähigkeit

Patientenratgeber

Das Burnout-Syndrom: Wir finden einen Weg. (Angelika Kallwass) München: mvg 2008
Burnout-Prävention: Das 9-Stufen-Programm zur Selbsthilfe (Thomas M. H. Bergner) Stuttgart: Schattauer 2007
Arbeiten ohne auszubrennen. (John Selby) München: dtv 2004
Burnout. (Ben Kubassek) Frankfurt: Mvg 2001
Ausgebrannt, Wege aus der Burnout-Krise. (Eckhart H. Müller) Freiburg: Herder 1994